Mit duftendem Rauch die Sinne berühren...

Bärenstarke Frühlingskräuter

Bärlauch, Waldknoblauch

Allium ursinum

Reinigende Frühjahrskur

Welcher Teil

Die Blätter werden vor Beginn der Blüte im April und Mai gesammelt. Günstig sind trockene Tage bei zunehmendem Mond. Die Blätter sind nicht gut geeignet zum trocknen, da sie fast alle Heilkraft dabei verlieren. Auch die Zwiebeln können verwendet werden. ACHTUNG: Man soll auf Verwechslungen mit dem giftigen Maiglöckchen achten, doch bei dem würzigen Knoblauchgeruch des Beerlauch scheint mir das kaum möglich.

Heilwirkungen

entschlackend und reinigend für den gesamten Organismus auswurffördernd, desinfizierend, besonders wirksam ist der hohe Gehalt an ätherischem, schwefelhaltigen Öl, auf dem die anregende, entgiftende und reinigende Wirkung beruht. Appetitanregend, bei Schwächezuständen

Heilanzeigen

Enschlackungskur im Frühjahr, Verbesserung kronischer Hautkrankheiten, Anregung der Drüsentätigkeit, bei Wurmbefall im Darm, anregend auf die Verdauungstätigkeit; bakterizid auf die Darmflora, ohne die nützlichen Bakterien zu zerstören, gut geeignet zum Beispiel nach Antibiotikabehandlung; Bärlauch hilft, wie Knoblauch auch, bei Arterienverkalkung und Bluthochdruck; kann dem Körper helfen Umweltgift wie Quecksilber, Lindan und Cadmium abzubauen -gut als Amalganausleitung-

Humoralpatologie

Die Pflanze gilt als warm und trocken im vierten Grad.

Anwendungsarten


Die Blätter werden frisch gehackt, als Salat, im Quark oder als Gemüse gegessen. Günstig ist eine Zubereitung wie Pesto: die Blätter zerkleinern (Fleischwolf) und mit Salz und Öl in Gläser geben. Ist das Pesto stets mit Öl bedeckt, hält es sich mindestens bis zum nächsten Frühjahr. Man kann auch einen Saft aus den Blättern bereiten, um den Knoblauchgeschmack etwas zu übertönen, kann man den Saft in Milch geben. Auch lassen sich die Zwiebeln in Alkohol als Tinktur ansetzen oder in Öl einlegen, welches dann wie Knoblauchöl zum Kochen oder für Salate geeignet ist.

Mythologisches


Nach alter Tradition steht der Bärlauch mit dem Bären in Verbindung, der das Symbol des Erwachens, der Fruchtbarkeit- ge-bär-en - und Kraft ist. Alle Bären-Pflanzen (Bärenklau, Bärwürz, Bärlapp…) bringen uns Kraft und Erneuerung. Die Bären sollen nach dem Winterschlaf nach diesen Pflanzen suchen, um deren reinigende Wirkung auf Magen, Darm und Blut zu nutzen.
Nicht nur Germanen und Kelten schätzten die große Heilkraft des Bärlauch, auch die Römer nutzten ihn und gaben ihm den Namen: herba salutaris, das Heilkraut.

Pfarrer Kneip


"Wohl kein Kraut der Erde ist so wirksam zur Reinigung von Magen, Gedärmen und Blut wie der Bärenlauch. Ewig kränkelnde Leute, mit Flechten und Ausschlägen versehen, die Skorphulösen und die Bleichsüchtigen sollten den Bärenlauch verehren wie Gold. Die jungen Leute würden aufblühen wie ein Rosenspalier."